Weihnachten in Frankreich

In Frankreich werden die Feiertage innerhalb der Familie begangen. Die religiöse Bedeutung ist landesweit größtenteils erhalten geblieben, so dass der Gang zur Christmesse nach wie vor zu den Feierlichkeiten gehört. Nach einem normalen Arbeits- und Schultag beginnt der festliche Abend, der jedoch noch nicht als Feiertag selbst wahrgenommen wird.

Der Christbaum

Der Weihnachtsbaum ist besonders wichtig, weil Pére Noel darunter die Geschenke legt, nachdem er durch die Kamin gerutscht ist. Dieser wird mit Spielwaren, Süßigkeiten und Früchten bestückt. Während er im Elsass schon seit Jahrzehnten ein Bestandteil des Festes ist, konnte er sich erst seit 1870 im restlichen Frankreich durchsetzen. Das wichtigste Dekorationselement ist die Krippe, die als Santons bekannt ist. Die Familie schmückt gemeinsam das Heim mit Früchten, Blumen und selbstgebastelter Weihnachtsdeko. Auch die Mistelzweige sind sehr beliebt.

Das traditionelle Weihnachtsmahl

Truthan Dinde aux marronsAm 24. Dezember wird das typische Festmahl gereicht, zudem der gefühlter Truthahn Dinde aux marrons mit Kastanien oder Pflaumen gehört. Aber auch Austern, Fisch und Pasteten gehören auf den Gabentisch, ebenso wie der Gänselebertopf Fois Gras. Zum Nachtisch werden Obst und Käseplatten gereicht.

Regionale Traditionen und Bräuche

Zum heiligen Abend Le réveillon trifft sich die Familie zum Festessen, dass fast die ganze Nacht andauert. Anschließend beginnt das Fest mit fröhlicher Musik, Gesang und ausgelassenen Tänzen, zu denen auch Freunde und Bekannte eingeladen werden. Um Mitternacht wird üblicherweise die Mitternachtsmesse Messe de Minuit besucht, zu der die gesamte Familie gemeinsam aufbricht. In der Nacht vom 24. zum 25. Dezember rutscht der Pere Noel durch den Kamin und bringt die Geschenke für die Kinder, die er in deren Stiefel steckt. Zumeist geschieht dies, während die Kinder mit der Familie die Christmesse besuchen. Am frühen Morgen werden die Geschenke geöffnet.

Während der Weihnachtstage lässt meinen einen dicken Holzstamm im Kamin verbrennen. Die Asche dessen wird nach den Feiertagen auf den Feldern verstreut, was im kommenden Jahr für eine reiche Erde und allgemeines Glück sorgen soll. Doch da gerade in den Großstädten kaum noch Kamine oder offene Feuerstellen in den Wohnungen und Häusern zu finden sind, versinnbildlicht der buche de noel diese Tradition.

buche de noel

Rezept buche de noel

Für den Biskuitteig:

  • 3 Eier
  • 3 Eigelb
  • etwas heißes Wasser
  • 75g Zucker
  • Vanillezucker
  • 60g Mehl
  • 15g Mondamin
  • 1 Msp. Backpulver

Für die Cremefüllung:

  • 200g Zucker
  • 5 Eigelb
  • 50g dunkle Schokolade
  • 250g weiche Butter
  • 30g Kakao4 EL heißes Wasser

außerdem:

  • 1/8 l Orangensaft
  • 75g Zucker
  • Marzipan und Puderzucker zum Dekorieren

Lassen Sie den Orangensaft mit 75g Zucker aufkochen.

Schlagen Sie die Eier schaumig und fügen nach und nach die Zutaten für den Biskuitteig hinzu. Streichen Sie die Masse auf ein Backblech, das Sie mit Backpapier ausgelegt haben und lassen Sie diese 10 Minuten bei 200°C backen. Anschließend sofort auf ein frisches Küchentuch stürzen und mit der Orangen-Zucker-Lösung bestreichen.

Mischen Sie für die Füllung den Zucker mit dem Wasser. Fügen Sie das schaumig geschlagene Eigelb hinzu.

Schmelzen Sie die Schokolade zusammen mit der Butter und dem Kakao in einem Topf. Rühren Sie diese Masse vorsichtig unter die Eigelbmasse und verteilen die Hälfte derer anschließend auf dem Biskuitboden. Rollen Sie den Biskuitboden vorsichtig auf. Verteilen Sie die restliche Butter-Schokoladen-Creme von außen auf der Rolle und dekorieren Sie diese mit Puderzucker und Marzipan.

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