Weihnachtsbräuche

Weihnachten wir auch als des „Fest der Liebe“ bezeichnet und wird im deutschsprachigem Raum zumeist recht besinnlich im Kreise der Familie gefeiert. So versammeln sich Familien zumeist am Heiligabend, um zunächst gemeinsam ein festliches Abendessen einzunehmen. Nach dem Essen werden dann oftmals die Kerzen des Weihnachtsbaumes angezündet. Der Weihnachtsbaum steht hierbei im Übrigen als Symbol für neues Leben, da Tannen auch im Winter grün sind und die Kerzen zudem die Hoffnung auf mehr Licht ausdrücken sollen. Unter dem Weihnachtsbaum werden in vielen Familien dann Weihnachtslieder gesungen oder es werden weihnachtliche Gedichte vorgetragen, bis schließlich die „Bescherung“, also das Überreichen von Weihnachtsgeschenken, stattfindet.

Einige Familien lassen den Heiligabend anschließend besinnlich ausklingen, während andere Familien besonders am Heiligabend nicht auf einen Besuch einer kirchlichen Weihnachtsmesse verzichten wollen. So ist es auch nicht verwunderlich, daß gerade zur Weihnachtszeit, die Kirchen im deutschsprachigem Raum geradezu Rekordbesuche aufweisen können.

Während das Weihnachtsfest in Deutschland zumeist sehr besinnlich gefeiert wird, gibt es international zum Teil auch recht skurrile Bräuche zu Weihnachten. Als Beispiel soll hier nur der sogenannte Brauch des „Weihnachtsklotzes“ genannt werden, bei dem in der Balkanregion am 24. Dezember noch vor Sonnenaufgang junge Bäume gefällt werden, die unbedingt vor dem Fallen auf den Erdboden aufgefangen werden müssen, da ein Berühren des Erdbodens Unglück verbreiten würde. Die gefällten Bäume werden anschließend an den Schnittstellen mit Wein begossen und mit Honig eingerieben, bevor das Holz am Abend im offenen Kamin verbrannt wird. Da die somit entstehende Asche eine „heilende Kraft“ haben soll, wird diese an den folgenden Tagen auf Äcker verstreut, da dieses für gesunde und gute Ernten sorgen soll.

Eine weitere Tradition zu Weihnachten, die in der heutigen Form eigentlich gar nichts mit Weihnachten zu tun hat, stellt der sogenannte „Weihnachtsmann“ dar, der angeblich den Kindern die Weihnachtsgeschenke bringen soll. Da sich der „Weihnachtsmann“ mittlerweile in weiten Teilen der christlichen Welt durchgesetzt hat, soll dieser auf der nächsten Seite noch etwas genauer beschrieben werden.